LED an 230V

Kleine Schaltung, um eine LED direkt an Netzspannung zu betreiben

 

Diese kleine Schaltung dient dazu, eine LED an Netzspannung zu betreiben. Dafür müssen zwei Voraussetzungen geschaffen werden. Zum einen muss der Strom auf LED-Größenordnung (ca. 15mA) begrenzt werden, zum anderen muss die Wechselspannung (zumindest zum Teil) eliminiert werden, da eine LED bei einer Sperrspannung (falsche Polung der LED) von 230V zerstört wird. Die zweite Aufgabe übernimmt eine Diode. Sie schließt einfach die falsche Halbwelle der Wechselspannung kurz und schützt so die LED.

Bei der Strombegrenzung verwendet man keinen normalen Widerstand, sondern einen Kondensator. Während Kondensatoren Gleichspannung sperren, sind sie bei Wechselspannung stromdurchlässig. Wieviel Strom fließt hängt nicht nur von der Spannung, sondern auch von der Frequenz ab. Ein Kondensator ist also ein frequenzabhängiger Widerstand. Je höher die Frequenz, desto geringer der Widerstand. Berechnen kann man den Wechselstromwiderstand eines Kondensators mit folgender Formel.

Formel zur Berechnung eines kapazitiven Widerstands

Setzt man als Frequenz 50Hz und als Kapazität 220nF ein, kommt man auf einen Blindwiderstand von etwa 16kΩ. Das ist für die LED genau passend. R1 sorgt lediglich dafür, dass der Kondensator sich nicht allzu schlagartig auflädt.

Hinweis

Achtung, diese Schaltung arbeitet mit lebensgefährlicher Netzspannung! Alle Teile dieser Schaltung sind direkt mit dem Stromnetz verbunden und müssen unbedingt berührungssicher in ein Gehäuse eingebaut werden. Vor dem Überprüfen der Schaltung muss der Netzstecker gezogen werden!

Stückliste

Schaltplan

Schaltplan

Fotos

Aufgebaute Schaltung noch ohne Gehäuse Aufgebaute Schaltung noch ohne Gehäuse

78 Kommentare RSS Feed

Slopjong am 21.11.2011 um 00:27 Uhr

@Manfred: wenn du sagst, dass das kein Problem ist, ... und das wirklich kein Problem ist, muss es in Sachas Schaltung wohl der Kondensator sein, der eine zu gross ist.

peter Pan am 04.11.2011 um 10:27 Uhr

Und einfach anstatt der 1N4148 eine zweite Leuchtdiode in der Sperrichtung schon jemand mal versucht?

Manfred am 01.11.2011 um 22:05 Uhr E-Mail-Adresse

>slopjong.de am 22.07.2011 um 09:36 Uhr
>Meine Vermutung ist, dass C1 im >Einschaltmoment grob gesagt einen >Kurzschluss darstellt und dass R1 in >dem Moment die Wirkleistung von >P=U²/R1=>(230V)²/2.2kΩ = 24W in Hitze >umwandeln muss.

Das ist einigermaßen richtig. Da diese Leistung aber nur wenige Millisekunden ansteht, ist die Leistung des Widerstandes wenig kritisch, ein halb-Watt-Typ genügt. Es muss aber sichergestellt werden, daß der 330 Volt verträgt!

Die Diode 1N4007 muß nicht, das tut auch eine 1N4001 oder gar 1N4148.

Opfert man statt dessen vier Dioden und packt die LED in die Mitte eines Brückengleichrichters, flackert die nicht und man hat mehr Licht bei gleichem Gesamtstrom.

Dieter am 30.08.2011 um 14:39 Uhr E-Mail-Adresse

Wer kennt die Schaltung 1N4007, 4,7uF/35V,
ZPD27V,22K.12K,22K,low Current LED ?
Stomlaufplan ?

slopjong.de am 22.07.2011 um 09:40 Uhr

Mir fällt grad noch ein. Spannungsspitzen führen bei untransformierten 230V vermutlich zum LED-Tod. Der Printtrafo würde die Spannungsspitzen mit runtertransformieren und die Überlebenschance der LED um ein Vielfaches erhöhen.

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